Das Briefing
Warum gute Briefings und gute Prompts dasselbe Prinzip haben
Prompting wirkt oft wie eine neue Wissenschaft. In Wahrheit folgt es den gleichen Regeln wie ein gutes Briefing: Klarheit, Kontext und Struktur. Dieser Artikel zeigt, warum KI nur so gut liefert, wie wir sie anleiten und weshalb gutes Prompten im Kern erst mal gutes Denken ist.
Prompten neu erfunden?
Viele tun so, als wäre „Prompt Engineering“ eine neue Disziplin. Ein technisches Meisterwerk, das nur wenige beherrschen. In Wahrheit passiert etwas anderes: Ein alter Grundsatz kehrt zurück. Nur mit einem neuen Etikett. Wer gelernt hat zu briefen, kann prompten. Wer nicht briefen kann, scheitert an der KI genauso wie an einer Agentur. Zeit also, die beiden Welten zusammenzuführen.
Die Illusion des Besonderen
Der Begriff „Prompt Engineering“ klingt nach komplexer Wissenschaft. Schaut man jedoch genauer hin, ist es weit weniger mystisch. In einfachen Worten könnte man sagen: Prompten ist, wenn Sie einem KI-Assistenten sagen, was er tun oder beantworten soll.
Der Begriff „prompt“ kommt aus dem Englischen und bedeutet nichts anderes als „Aufforderung“ oder „Anweisung“. Mehr steckt nicht dahinter. Und genau hier schließt sich der Kreis: Die meisten Prompts scheitern aus denselben Gründen wie Briefings: unklare Ziele, fehlender Kontext, implizite Erwartungen und diffuse Sprache. Der Fehler liegt selten bei der KI. Er liegt in dem, was wir ihr zur Verfügung stellen. Also Daten!
Der Kern: Ein Prompt ist ein Briefing
Beim Briefing geben wir einem Menschen die Orientierung, die er braucht, um selbstständig zu liefern. Beim Prompting machen wir dasselbe... nur eben mit einer Maschine. Was in der Agenturwelt seit Jahrzehnten gilt, gilt in der KI-Welt exakt genauso: Ein System liefert das ab, was wir ihm verständlich formulieren. Nicht mehr, nicht weniger.
Was beide Disziplinen benötigen
Damit Menschen wie Maschinen gut arbeiten können, brauchen sie dieselben fünf Bausteine:
  1. Ziel Was soll entstehen und warum.
  2. Kontext Marke, Projekt, Zielgruppe, Situation. Ohne Kontext bleibt jedes Ergebnis generisch.
  3. Struktur Was ist Pflicht, was ist möglich.
  4. Sprache Wie soll es sich anhören, wie soll es wirken.
  5. Erwartung Welche Form, Länge, Perspektive, Tiefe.
Diese fünf Punkte entscheiden über Qualität. Egal, ob Sie ein Team von Menschen briefen oder eine KI ansprechen. Im Grunde ist es die Klarheit, die Sie schaffen... selber Inhalt, unterschiedliche Rezipienten.
Warum Prompting uns zu besseren Marketeers macht
Wer eine KI gut führen will, muss klar denken. Er muss wissen, was er will. Er muss erklären können, was bisher oft nur intuitiv lief.
Das Prompt zwingt zur Präzision. Und Präzision ist seit jeher das, was gutes Marketing auszeichnet. Ein gutes Prompt ist ein geschärftes Briefing. Und genau das macht es so wertvoll: Es fördert das, was in vielen Teams verloren gegangen ist: strukturiertes Arbeiten. Der wesentliche Unterschied, der analoges Briefing einfacher macht, ist die Kompetenz des Menschen, kognitiv zu ergänzen. Das fehlt der Maschine. Und darum ist Präzision umso wesentlicher.
Ein praktischer Vergleich
Schlechtes Briefing: „Wir brauchen einen Flyer für das neue Produkt.“
Schlechter Prompt: „Schreib mir einen Text über unser neues Produkt.“
In beiden Fällen entsteht ganz sicher ein Ergebnis, das irgendetwas trifft, aber leider selten das Richtige.
Dem gegenüber steht ein gutes Briefing / guter Prompt:
  • Was ist das Ziel?
  • Wer soll es lesen?
  • Was müssen diese Leute wissen?
  • Welche Tonalität passt?
  • Was darf nicht fehlen?
Es sind dieselben Fragen. Das Medium ändert sich, das Prinzip bleibt. Briefings und Prompts sind keine unterschiedlichen Welten. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille, die eines ausmacht: klare Kommunikation.
Klarheit wins
Wer seine Gedanken sauber strukturiert, erzielt in beiden Welten bessere Ergebnisse. Und wer Klarheit schafft, entlastet andere. Egal, ob Mensch oder Maschine.
Im nächsten Teil geht es um die perfekte Briefing-Vorlage: ein Werkzeug, das Klarheit schafft, Missverständnisse reduziert und Teams hilft, wieder effizienter zu arbeiten.
ArtikelSerie: Das Briefing
Das Briefing macht Plappern zu Gold.
Ein kompakter Einstieg in das Fundament jeder guten Zusammenarbeit: das Briefing. Der Artikel zeigt, warum Projekte trotz klarer Informationen scheitern, wo Missverständnisse entstehen und weshalb ein gutes Briefing weniger mit Formalität und mehr mit echter Klarheit zu tun hat.
Gedanke 1
Was ist ein Briefing?
Gedanke 2
Prompten ist ein Briefing in neu
Gedanke 3
Vorlagen können helfen. Mehr zum Product- und Creative Briefing
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